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Mein langer Weg zum Traumjob

Mein langer Weg zum Traumjob

Wie bin ich eigentlich das geworden, was ich heute bin? Wenn ihr den Blogbeitrag "Wie alles began" gelesen habt, dann wisst ihr, wie ich mit einem Laden angefangen habe und wie es dazu kam, dass es noch mehr wurden.

Aber warum eigentlich ein Laden?

Ich habe richtig, super viel Spaß beim Verkaufen. Ich liebe es zu beraten. Es ist mir eine Freude, die Person mir gegenüber zu verstehen und eventuell auch noch den Menschen, der beschenkt werden soll, einzuschätzen und dann das Richtige herauszusuchen. Der Austausch mit meinem Gegenüber und der kurze Moment, sich im Gespräch nahe zu kommen, das sind ganz wundervolle Momente.

Teenagerleben in der DDR

würdet Ihr diesem Teenager eine Bravo abkaufen?

 

Wer den Blog-Artikel "15 Jahre Schwesterherz und Küchenliebe" gelesen hat, weiß, dass ich in der DDR groß geworden bin. Ich war 15, als die Mauer fiel. Bis dahin hatte ich das große Privileg, meistens wöchentlich die Bravo zu bekommen. Die Bravo war damals im Zeitalter vor dem Internet das Medium, über das wir Teenager uns über alles „Relevante“ informiert haben. Sie war randvoll mit News über Stars und Sternchen, Songtexten, Stickern, Starschnitten, Aufklärung durch Dr. Sommer, Autogrammadressen und natürlich auch Postern.

Alles, was ich selbst nicht behalten wollte, habe ich filetiert und verkauft. Dafür habe ich mich vor das Kaufhaus am Ostbahnhof (das gibt es jetzt nicht mehr) auf einen kleinen illegalen Markt gestellt. In den Händen meist ein vierseitiges Poster, damit schnell klar wurde, was ich anbiete.

Es war in der DDR nicht erlaubt, die Bravo zu besitzen oder ähnliches westliches „Propagandamaterial“, sodass ich meine Bravo-Teile niemals per Anzeige oder auf dem Schulhof hätte verkaufen dürfen.

Meine Verkaufsaktionen haben mir sehr viel Spaß gemacht und waren auch sehr erfolgreich. Ein vierseitiges Poster mit dem damals sehr beliebten Alf hat schon mal 40 Mark gebracht. Ich konnte nur einpacken, wenn der Typ mit den Michael-Jackson-Plastiktüten kam. Eine Tüte kostete bei ihm 5 Mark. Er war meistens im Nu ausverkauft.

Das Geld war zwar eine tolle Belohnung, aber darum ging es mir fast gar nicht. Ich weiß heute auch gar nicht mehr, was ich damit eigentlich gemacht habe. Ich habe meine Bravos verkauft, weil ich Spaß daran hatte.

Später habe ich dann im Kaufhaus, vor dem ich damals stand, auch noch einen Sommer-Schülerjob gemacht. Etwas offizieller als davor auf dem Markt. Gearbeitet habe ich in der Babyabteilung. Und das mit so viel Freude und Spaß, dass ich am Ende des Sommers als beste Schülerin ausgezeichnet wurde. (Auszeichnungen gab es in der DDR ja viele ;)

Was willst Du werden oder bist Du berufen?

Aber wenn mir damals jemand gesagt hätte, „Hey Ellen, du solltest Verkäuferin werden“, hätte ich natürlich abgewunken. Als Teenagerin hatte ich selbstverständlich größere Pläne. So bin ich erst mal den Umweg über den Film gegangen. Nach dem Mauerfall hatte ich erstmal die Chance, mein Abi zu machen, was in der DDR für mich nicht möglich gewesen wäre. Anschließend war ich ein Jahr Regieassistentin am Theater in Halle an der Saale und wenig später bin ich mit einem Praktikum in München ins Filmbusiness gestartet. Das waren natürlich aufregende Zeiten. Aber mal ehrlich, seit nunmehr über 17 Jahren habe ich meine Läden und ich liebe, was ich mache.

Es ist nicht immer leicht, das erzähle ich im Blog „Corona, der Lockdown und wie es uns jetzt geht“. Aber schöne Sachen für euch zu finden und anzubieten, die Beratung und die Anerkennung, wenn etwas besonders gut bei euch ankommt, wie zum Beispiel die Eva Solo Salatschleuder, das macht mich super froh und glücklich.

Danke, dass ihr da seid und immer wieder in meine Läden oder den Webshop kommt.

Eure Ellen

 

 

 30 Jahre später 

 

 

 

 

 

 

 

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