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Tarte Tatin - die schönsten Dinge entstehen aus dem Zufall - Das Rezept

Tarte Tatin - die schönsten Dinge entstehen aus dem Zufall - Das Rezept

Der einzige Kuchen, den ich quasi im Blindflug backen kann, ist eine Tarte Tatin. Als ich gelesen habe, wie das Rezept eigentlich mal entstanden ist, habe ich mich in der Geschichte total wiedergefunden und bin sofort losgezogen, um die Zutaten zu besorgen.

Das Video zu diesem Rezept findet Ihr hier: Rezept Video

Der Grund, warum die Tarte Tatin einen großen Platz in meinem Herzen hat, ist Madame Tatin, eine von 2 Schwestern, die das Hotel Tatin in Lamotte-Beuvron Ende des 19. Jahrhunderts geführt hat. Eine Jagdgesellschaft aus Paris meldete sich an. Die Tarte, die serviert werden sollte, war fast fertig. Die Äpfel waren in dem Zucker und der Butter schon schön karamellisiert, als Madame Tatin merkte, dass sie den Teig vergessen hatte unter die Äpfel zu legen. Kurzerhand legte sie ihn oben auf, stellte die Form noch einmal in den Ofen und stürzte dann später die Tarte.

Ob diese Geschichte tatsächlich so stattgefunden hat? In einer anderen Version stürzt Madame Tatin mit dem Kuchen in den Händen. Die Äpfel blieben beim Sturz heil, so dass sie kurzerhand noch einen Teig drauflegte und die Tarte noch einmal in den Ofen geschoben hat.

Offizielle Erwähnung erfuhr die Tarte Tatin 1926, als der Gastronom Kritiker Curnonsky (Maurice-Edmond Sailland) das Rezept für „La Tarte des Demoiselles Tatin“ in einem seiner Bücher vorstellte.

Und hier kommt nun mein Rezept für Euch:

Ihr braucht für den Belag:

200g Zucker
80g Butter
6-8 Äpfel
 

Und für den Mürbeteig:

250g Mehl
125g Butter
½ TL Salz
4-6 EL Wasser         
1 Ei

 

Zuerst machen wir den Teig, damit dieser für eine Stunde in den Kühlschrank kann. Währenddessen könnt Ihr den Belag machen.

Butter und Ei solltet ihr vorher aus dem Kühlschrank genommen haben, damit beides zimmerwarm ist.

In das Mehl drückt ihr eine kleine Mulde, legt die Butter in Stücken hinein und gebt das Salz hinzu. Dann kommt noch das Ei hinzu und etwas Wasser. Das Mehl arbeitet Ihr dann langsam und nach und nach in die Masse ein. Wenn notwendig nehmt noch etwas Wasser hinzu. Es sollte ein geschmeidiger Teig entstehen.

Anschließend stellt den Teig für 1 Stunden in den Kühlschrank.

Nun schält ihr die Äpfel und schneidet sie in Spalten. Die Äpfel sollten etwas sauer sein. Wenn nicht könnt ihr etwas Zitrone drüber träufeln.

Nun nehmt Ihr Euch eine Pfanne, die auch in den Ofen kann. Ich selbst nehme ein Tartform von Le Creuset, die so speziell geformte Griffe hat, dass beim Stürzen das Abheben der Pfanne erleichtert. Es geht aber auch jede andere Pfanne die backofenfähig ist.

Die Pfanne in unserem Shop findet Ihr hier: Le Creuset Tarte Form 

Die Pfanne sollte nun langsam erwärmt und der Boden mit 170g Zucker bestreut werden. Wenn der Zucker leicht braun wird und anfängt flüssig zu werden, legt Ihr 50gr Butter in Stücken drauf. Nun nehmt Ihr die Pfanne vom Herd und bedeckt die Zucker- Buttermasse mit den Äpfeln, die ihr im Kreis von außen angefangen herum legt. Beim nächsten Kreis wechselt Ihr die Richtung und so weiter.

Anschließend werden der restliche Zucker und die Butter auf den Äpfeln verteilt. Nun legt Ihr den Teig auf, den ihr frisch aus dem Kühlschrank in eine runde Form mit dem Nudelholz gebracht habt. Sollten Stellen überlappen, dann klappt diese einfach nach innen ein.

Nun könnt ihr die Tarte für 40 min in den vorgeheizten Backofen bei 180° backen. Nach dem Stürzen auf die passende Kuchenplatte, könnt ihr noch etwas dekorieren. Im Video haben ich Rosmarin in Zucker getunkt für einen weihnachtlichen Look. Die Tarte kann auch warm mit Vanilleeis serviert werden.

Das Rezept an sich könnt Ihr noch boostern mit Gewürzen, dann legt in den Zucker noch Zimt und Vanille oder Kardamom, was dann auch wieder später hübsch als Deko auf der Tarte gut aussieht.

 

Die Produkte aus unserem Video findet Ihr hier:

Tarte Form

Kochlöffel

Messer

Sparschäler

Teigrolle

 

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